Anne Juds Originalkommentar zum Thema „Mode und Textildesign“:
Vom Theater kommend, entwickelte ich meine eigene darstellerische Ausdrucksform in Aktionen und Performances. Seit 1976 arbeite ich immer wieder mit dem One-Dollar-Schein in Form von Objekten und Installationsperformances, formalistisch, abstrakt. Auch fertige ich im Laufe der Jahre immer wieder Kleidung mit dem Dollarschein.
So zum Beispiel 1980 das Dollarjacket „Es-K-Er“ (Es könnte er) aus Papier zum Tragen, mit dem Ziel, die Bewegungsfreiheit einzuschränken und den Verbrauch durch Tragen deutlich zu machen. Durch meine Beschäftigung mit Kostüm entwarf ich 1985 ein Stoffmuster mit Dollarcutting, das heisst den Dollarschein zerschnitten und neu zu einer Collage zusammen gesetzt. Aus dem Stoff stellte ich Damen- und Herrenanzüge und Krawatten her.
1993 komme ich wieder auf Dollarschein-Papierkleidung: „Das plissierte Paar“, bestehend aus einem Herrenanzug und einem Damenkleid, Dollarscheine gefaltet, gelocht und mit Schnur zusammen gehalten. Und es ist tragbar, allerdings nur im Stehen. Mode hat mich immer schon interessiert und ich verfolge sie. Kleidung – Mode sollte Funktion, Komfort und Luxus beinhalten und zu jedem Anlass kombinierbar sein.